PeopleClaim – Ein neuer Online-Streitbeilegungsdienst geht an den Start!

Mit dem amerikanischen Dienst PeopleClaim startet ein weiterer Player in den Markt der Online Dispute Resolution (ODR). Dabei wirbt PeopleClaim mit dem Slogan „Online Dispute Resolution for Any Problem“. Mit technikgestützten Streitbeilegungsverfahren will PeopleClaim Streitigkeiten in einer Vielzahl von Rechtsbereichen lösen helfen. Das Verfahren soll von direkten Online-Verhandlungen über Online-Streitbeilegungsverfahren bis zu sog. „crowdsourced mechanisms“ reichen.  Unter „crowdsourced mechanisms“ fällt jede Streitbeilegung durch die Einbeziehung einer Vielzahl von Entscheidern (die sog. crowd).2015-01-12 15.31.47
PeopleClaim will vor allem einfach, effizient und kostengünstig arbeiten. PeopleClaim-Gründer Mark Deuitch betont, dass hohe Gerichtskosten dazu geführt hätten, dass 50% der Bevölkerung von der Geltendmachung ihrer Rechte angeschnitten seien.
Ist in dem Modell von PeopleClaim auch eine Herangehensweise für Online-Streitverfahren (ODR) in Deutschland zu sehen?

Ein Beitrag zu PeopleClaim findet sich auf der Seite der NY Times: http://bucks.blogs.nytimes.com/2011/05/25/peopleclaim-taking-complaints-public-via-the-web/?_r=0

Ein Interview der Huffington Post mit PeopleClaim-Gründer Mark Deuitch findet sich unter: http://www.huffingtonpost.com/mike-ragogna/fast-growing-startup-chal_b_6018914.html

Weitere Informationen: www.peopleclaim.com

Tagung zur Umsetzung der ADR-Richtlinie an der HU Berlin

Am kommenden Freitag (16.01.2015) findet eine von Frau Prof. Giesela Rühl (Universität Jena) und Herrn Prof. Gerhard Wagner (HU Berlin) veranstaltete Tagung zur Umsetzung der Richtlinie über alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten (ADR-Richtlinie) an der Humboldt-Universität zu Berlin statt.1

Die Tagung soll laut Flyer (der hier abrufbar ist) unter Berücksichtigung des im November des vergangenen Jahres vorgelegten Referentenentwurfes zum Verbraucherstreitbeilegungsgesetz konkrete Optionen für die Umsetzung der ADR-Richtlinie diskutieren.

Zu den Vortragenden gehören: Christoph Decker (Europäische Kommission), Prof. Greger (Universität Erlangen), Prof. Eidenmüller (LMU München), Frau Prof. Gsell (LMU München), Frau Prof. Stadler (Universität Konstanz), Prof. Kleinschmidt (Universität Trier) und Ulrike Janzen (BMJV).

EU-Forschungsprojekt zu Online-Mediationen

Auch nach Verabschiedung und nunmehr in den europäischen Mitgliedsstaaten anstehender Umsetzung bzw. Durchführung der Richtlinie über alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten (ADR-Richtlinie) bzw. der Verordnung über Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten (ODR-Verordnung) will die Europäischen Kommission den Weg des Ausbaus der außergerichtlichen Sreitbeilegung fortsetzen.

https://www.flickr.com/photos/vsaid/5320102079/in/photolist-977UZV-eYLpad-6mH4Je-dzgorU-azG3BC-ccSPm1-dodUTu-dBPYfo-dBJySa-51vJio-dnDFLP-dBJxTP-5ktYHo-9cWdt-9jokmP-iix1wp-arrLLW-qdkrzz-cFPYch-6EoqbK-eZxcgL-bVwJKD-5xNHet-5bpt7e-ccUhgj-cdaWoy-4vfBr5-pwx7Xq-bVwe2X-7DJdQF-ccTwrE-bVjE9Y-gRE6Hj-dFvw2D-3cFZyU-dkRW9v-aASZM5-kEenvH-aCNDnG-dWjGw5-dBJxFT-6BQbL2-dBJz9i-cvkEPs-e6fHFp-cVWcGj-aJuiLM-pYEbG5-9PBeDW-a5z97f

Bild von vsaid

In einem bis 2016 abzuschließenden Forschungsprojekt soll Dr. Pablo Cortés, Dozent an der School of Law at University of Leicester und einschlägiger Experte auf dem Gebiet der ODR, eine Blaupause für eine künftige europäische Rechtsetzung für Online-Mediationen und einen europäischen Verhaltenskodex für Online-Mediatoren erarbeiten.

Im Rahmen des von der EU und der privaten Nuffield Foundation getragenen Projektes sollen Verbraucherstreitbeilegungsverfahren in Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich verglichen werden. Dabei sollen Erkenntnisse bezüglich der Auswirkungen von Online Dispute Resolution auf Mediationsverfahren und die Rechtsdurchsetzung von Verbrauchern im Allgemeinen erlangt werden. Damit werden mittelfristig Online-Mediationen auch in Deutschland bedeutender werden.